Berlin von Gedanken-Los

Berlin – Was hat die Stadt mir gebracht?

Jetzt sind es schon über 4 Jahre, die ich in Berlin bin. Damals wo ich ankam in dieser großen Stadt war ich 18 ½ Jahre alt und jetzt bin ich bald 23.
Wie schnell die Zeit vergeht!
Von diesen 4 ½ Jahren bin ich meistens immer nur maximal 2-3 Monate am Stück hier gewesen. Ausser zur Zeit. Was ist los?

Schon krass das ich erst nach 4 Jahren es geschafft habe, mal länger als nur 2-3 Monate hier zu sein. Ein ganzes halbes Jahr ist es jetzt schon. Und es ist auch nicht absehbar, das ich in der nächsten Zeit verschwinden kann.
Es wird immer länger, das ich ohne Abwesenheit in dieser Stadt, die langsam immer mehr zu ein Dorf wird, verweile.

Und was ist jetzt?

Ich fühle mich nicht wohl. Die Stadt ist doof geworden, und ist nicht mehr das was sie war. Ich habe sie anders kennengelernt und auch lieben. Ich will weg von hier.
Langsam aber sicher hasse ich sie.

Kann auch damit zusammenhängen, das ich in meinen Leben nicht wirklich weiter gekommen bin. Woran liegt es?

Vielleicht war es zu spontan, hier zu bleiben. Habe zu schnell den Entschluss gefasst: „Ja in dieser Stadt will ich mein Leben neu anfangen. Das ist die Richtige Stadt für mich!“

Es war ein Fehler, nach Berlin zu kommen.
Habe mir selbst Steine in den Weg gelegt, zwar auch einige durch diesen Weg, aus den Leben geschafft und auch welche nur welche Beiseite gelegt. Die mich weiter verfolgten, aber nicht verschwanden.
Ich hatte dadurch die Freiheit, manche Steine nicht mehr zu beachten zu können.

War es diese Freiheit wert, nach Berlin zu kommen? Und auch die Freiheit, sein Leben selber in der Hand zu haben?

Ich weiss es nicht. Ich weiss nur eins, ich bin vielleicht ziehmlich schnell in Berlin angekommen, was von Unterschlupf angeht, aber meine eigene richtige Wohnung ohne Betreung, hatte ich auch erst nach 3 Jahren!
Und das war sogar in einer Hinsicht, im Grunde zu schnell.

Weil ich einfach, mein eigene Herr sein wollte. Ohne niemanden.
Habe es selber in die Hand genommen, so schnell wie möglich auf eigenen Füssen zu stehen. Der Ehrgeiz war zu groß. Das Resutalt ist das Jetzt und Hier.

Jetzt bin ich bald 23, fast 5 Jahre älter
Jetzt habe ich diverse Schulden, die ich noch nie hatte
Jetzt habe ich immer noch keine Ausbildung.
Jetzt sitze ich fest in dieser Stadt.

Ok 5 Jahre älter macht nix, ausser ein halbes Jahrzent gröstenteils in den Müll geschmissen. Viel schlechtes dabei, zu mindest wenn ich in Berlin war. Besoffen immer nur, und auch Drogen genommen. Zwar hatte ich früher auch getrunken und ab und zu mal was anderes zu mir genommen.
Aber in dieser Stadt, gibt es wirklich so eine Gesselschaft von Leuten, die nichts besseres im Leben zu tun haben. Als sich zu treffen und dann gemeinsam zu betrinken und mehr. Party ohne Ende.
Ist zwar ein schöner Live-Style, aber auf die Dauer nicht ertragbar.

Irgendwie habe ich es geschafft wegzukommen von diesen Lebensstil. Nein nicht irgendwie. Durch die Schule.
Ich habe es auch hier versucht, aus meinen Leben was zu machen.

Habe auch eine schulische Ausbildung angefangen. Hatte gute Noten. Praktikas sind auch gut gelaufen. Und durch das eine Praktikum, habe ich sogar nen Ort gefunden, wo ich das ganze Jahr über Theater machen kann.

Dadurch hatte ich keine Zeit mehr, um mich auf den Alexanderplatz aufzuhalten.

Jetzt wäre ich eigendlich mit meiner schulischen Ausbildung fertig. Aber nein, vor einen Jahr, rollte ein Stein aus der Vergangenheit wieder ein. Ein Stein mehr.

Stein der alten Vergangenheit.
Stein der Wohnungssuche
Stein der Geldsorge

Alle drei, waren groß und schwer! Nicht mehr tragbar zusammen mit den kleinen Steinen. Ich fiel hin. Und konnte meine Schule nicht mehr weiter machen.

Zum Alex, kam ich bis heute immer noch nicht zurück.

Ich glaube ich gehöre auch nicht mehr dahin.
Ich bin einfach anders geworden als, die sich da aufhalten. Es ist so als ob, ich nicht mehr zu dieser Gesselschaft gehöre, wenn ich mich mal zwischen durch aufgehalten hatte an diesen Ort.
Ausgeschlossen habe ich mich gefühlt von der Aura.
Aber die Zeit, wo die Aura, an diesen Platz aufgeschlossen für mich war, wird in meinen Leben weiter getragen. Da sie zur Vergangenheit gehört…

Die Vergangenheit holt einen immer ein. Besonders die Verganenheit die alt ist und aus der Ferne kommt.

Der „Stein der alten Vergangenheit“ hatte alles ins Rollen gebracht. Das ich Jetzt da bin wo ich bin. Und ist immer noch vorhanden. Aber kleiner.

Der „Stein der Wohnungsuche“ war weg, nach meinen Umzug, in meinen eigenen Reich. Zwischenzeitlich ein anderer Stein geworden. Er war kurz der „Stein der eventuelen Obdachlosigkeit“

Der „Stein der Geldsorge“ ist da, aber ob es immer noch die sind, aus der Zeit weiss ich nicht. Aber ich bekam ihn, weil ich was aus meinen Leben machen wollte. Weil ich wieder zu Schule gegangen bin, und die Ämter sich nicht auskeksten konnten. Die Ämter unter einander durch das ewige Hin und Her, kann man nicht mehr durchblicken. Ob die Schulden, bei den einen Amt noch da sind.
Entweder sind sie in dieser Hinsicht weg.
Oder sie sind noch da und dazu paar kleine „Steine der Geldsorge“ dazu, die sich aber abbauen zur Zeit.

Zusammengefasst. Ich bin im grunde nur gealtert in der Stadt. Mehr nicht ausser ein wenig Theater, das mir sehr viel bedeutet. Wo ich jetzt auch nicht mehr hin gehe. Das hat aber andere Gründe. Und ich frage mich selbst, warum ich dies durchziehe.

Es muss doch einen Weg geben, wie ich diesen Fehler das ich hier her gekommen bin, ausgleichen kann! Aber welchen? Raus aus dieser Stadt?

Im Grunde „Ja“ , wenn es nicht klappt mit der Schule. Sonst sitze ich ewig als ein Hartz-IV Empfänger da, der nie eine Ausbildung geschafft hat. Vielleicht sogar dann mit richtigen Schulden.

Diese Zeit wird es zeigen, ob ich hier bleiben werde. Ich denke wenn ich hier doch noch eine zweite Chance, wegen Ausbildung bekomme. Wird es klappen.

Und Manchmal frage ich mich, ob es Schicksal ist, das ich es bis jetzt noch nie geschafft hatte eine Ausbilung.
Vielleicht dürfen solchen Menschen wie ich, die schon auf der Strasse waren, und einiges durch haben. Nie etwas im Leben hinbekommen.
Hat das Schicksal es überhaupt abgesehn, das man was im Leben erreichen kann? Oder sind es nur die Zufälle, die negativen Ausübungungen auf Leben haben. Das viele Menschen fest sitzen.
Nein eigendlich ist es die Gesellschaft, die andere ausschliesst.

Ändern tut es nichts daran, ob es vorgeschrieben ist durch das Schicksal oder nur dumme Zufälle einen das Leben versauen oder versüßen können.

Es exetiert leider verschiedene Klassen in dieser Welt.
Und desto weiter unten man ist, desto schwieriger ist es, sein Leben zu leben.

Man sollte nie die Hoffnung aufgeben. Man kann es schaffen. Man muss sich selber stark machen können.

Aber dann bleibt immer noch eine Frage. Werde ich mich jeh dran gewöhnen, länger an einen Ort zu bleiben? Die Antwort ist ungewiss, wenn für mich schon ein halbes Jahr, der blanke Horror ist.

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Ein Gedanke zu “Berlin von Gedanken-Los

  1. Vieles von Deinen Ängsten kommt mir bekannt vor, viele Deiner Wege ähneln denen die ich beschritten habe und einige Wege die Deiner gleichen, liegen noch vor mir…..

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