Für alle die anders sind! von Isa

Wir mögen Missbrauch, Gewalt, Vergewaltigung, Vernachlässigung, Therapie, Essstörungen, Selbstverletzung, Suizidversuche, Drogen, Strassen oder Psychiatriekarriere, hinter uns haben oder stecken noch mittendrin, viele von uns mögen keinen Schulabschluss, kein Studium oder keine Ausbildung haben oder haben dies abgebrochen weil es an Kraft fehlt — aber verdammt wir haben Fähigkeiten! Wir haben Fähigkeiten die andere in unserem Alter oder aus einem heilen Elternhaus nicht haben. Wir mögen keine Papiere haben wo dies draufsteht aber wir wollen eine faire Chance zu beweisen das wir genauso viel können! Und ich verlange Respekt für das was wir geleistet haben! Dafür dass wir überlebt haben! Dafür dass wir immer einen Weg finden!

Für alle die anders sind!

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6 Gedanken zu „Für alle die anders sind! von Isa

  1. ja, in erster linie ist es wichtig uns selbst respect zu zollen! andere wollen das oft nicht sehen und anerkennen. ich glaube, dass sie das elend nicht an sich herankommen lassen wollen und deshalb oft so abweisend sind. aber es gibt sie, die menschen, die respektieren und reflektieren können und wollen, warum junge menschen aussergewöhnkiche wege finden und gehen. die berühmen stecknadeln im heuhaufen…

  2. die erfahrungen, die wir in unseren unterschiedlichen, aber irgendwo ähnlichen Leben sammeln, sind gold wert und können von Sandra Mustermann nicht nachgelebt werden. Wir sollten stolz auf uns sein, jaa!

  3. Schön, dass Du an Deine Fähigkeiten glaubst. Ich glaube es ist eine Illusion der Gesellschaft das für richtig zu halten was alle glauben oder tun, oder was die meisten glauben oder tun sei richtig. Wichtig ist unter all dem Wust an Verletzungen seinen EIGENEN persönlichen Weg herauszufinden. Sich selbst zu Vertrauen, unabhängig, was andere dazu sagen. Jeder Mensch ist wertvoll. Ich wünsche mir, dass Bewertungen, was Gut oder Schlecht ist, aus unserem Hirn und Sprachgebrauch verschwinden. Und wir jedes Leben in seiner Andersartigkeit schätzen und akzeptieren. Jeder Mensch sich richtig fühlen kann und wir lernen unsere Erfahrungen auszutauschen anstatt sie niederzumachen und andere für ihr Sein verurteilen.

  4. Ich weiß inzwischen, das man durch all das, was einem passiert, nur stärker werden kann. Mir hat mal jemand gesagt, man bekommt vom Schicksal immer nur so viel aufgeladen,wie man ertragen kann. Das das leider nicht immer stimmt, wissen wir alle.
    Aber trotzdem beruhigt mich das immer wieder, wenn es mir schlecht geht denke ich daran und dann weiß ich, das es irgendwann auch wieder besser wird.
    Schlimm ist wirklich, was viele menschen mit uns machen, uns nicht verstehen (wollen) und dann einfach abstempeln, in eine Schublade stecken. Da ist es oft schwer, „lass die Leute reden“ zu denken und sein eigenes Ding weiterzumachen.
    Aber wir dürfen alle, wir alle in unserer Einzigartigkeit, wir dürfen nie vergessen das wir das Salz in der Suppe sind.
    Wir sind oft stärker als alle anderen, denn niemand weiß wie es ist, wenn man gegen sich selbst ankämpfen muss und dann auch noch gegen die Umwelt, die denkt das der Durchschnittsmensch das a und o ist.

  5. Es braucht oft Mut anders zu sein und es hat manchmal einen hohen Preis den man dafür zahlt.
    Ein Text der mir Mut macht und der mich denken lässt, dass Hoffnung keine Fehleinschätzung ist.
    Vielen Dank an Isa.

  6. Ich war auch mal anders.
    Es kostet mich sehr viel Ueberwindung hier etwas zu schreiben. Mittlerweile bin ich ein „normales Mitglied“ der Gesellschaft.
    @oneofus: Du hast sehr wohl Recht mit deiner Behauptung, dass die Menschen das Elend (tschuldige bitte den Ausdruck) nicht an sich ranlassen wollen. Ich habe das genauso gemacht.
    Mir eine Festung gebaut. Eine heile Welt,um der Seele eine ruhige Bleibe zu schaffen.
    Ich versuch mal meine Sicht der Dinge zu erläutern und hoffe damit niemanden zu verletzen. Ich habe große Angst davor, hier nicht willkommen zu sein weil ich laut Gesellschaft „normal“ bin. Ich habe Punker immer als stinkende assoziale Aussteiger gehalten. So vor 2 Wochen hat sich mein Weltbild dann verändert. Ein sehr lieber und guter Mensch der mich und den ich von damals kannte hat mich gefunden und Kontakt zu mir aufgenommen. Wir hatten damals eine sehr innige Beziehung zueinander (kein Paar), was rein seelisches (Verständnis und bedingungsloses Vertrauen) und dieser Mensch hat mir von seinem Leben erzählt und ich war und bin immernoch sehr besessen darauf mehr zu erfahren. Seit diesem Tag fuehle ich mich vielen „Straßenkindern“ gegenueber schlecht. Ich weiß auch nicht wie ich etwas daran ändern soll. Ich habe auch Angst vor Punkergruppen die so rumstehen und mich „blöd“ anglotzen.
    Ich hoffe hiermit einen ersten Kontakt zu irgendjemanden herzustellen und freue mich auf eine Antwort. Und JA: Ihr duerft verdammt stolz auf euch sein, denn ich bewundere schon alleine die enorme Leistung, trotz all dem Leid immer noch zu LEBEN!! Mir sind solch schreckliche Dinge erspart geblieben, das heist nicht, dass mir andere Schicksale egal sind.
    In Hochachtung vor eurem täglichem Kampf:
    Estragon

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