Mal eben schnell ein Foto machen

Ja genau.  So wie die Püppi auf dem Bild fühle ich mich gerade.

Seit vorgestern werkel ich an Entwürfen für Plakat und Postkarten des Theaterprojektes. Im Moment gebe ich einer Version Vorrang, die ein groß aufgezogenes Portrait hat. Und dafür hätte ich gerne eine junge Frau. Also, dachte ich: Mal eben schnell ein Foto machen von einer Teilnehmerin.

Ja genau. Püppi. So einfach ist es nämlich nicht.

Petra, erfahre ich von Margareta, ist nur so halb dabei.  Dafür ist ein anderes Mädchen hinzugekommen, bei dem aber nicht sicher ist, ob es heute erscheint. Sie sei, so Margareta, auch immer wieder erstaunt, wer bleibt und wer abspringt. Genau das ist ja eine der ganz großen Schwierigkeiten bei diesem Projekt. Dass die Besetzungsliste bis zur letzten Sekunde variiert. Die hatten schon Hauptakteure, die am Tag des Auftritts sagten: Nö, is nich‘. Was Margareta also an Flexibilität und Durchhaltevermögen leisten muss, ist der helle Wahnsinn.

Wer motiviert eigentlich Margareta immer wieder aufs Neue?

Und wo krieg ich jetzt das  Gesicht her? Hinfahren, gucken, ob da jemand da ist, der passt, oder gleich ein Bild aus dem Archiv nehmen, um einen halben Tag verpulverte Zeit zu vermeiden?

Da ich seit 1,5 Wochen eine kaputte rechte Hand habe und außerdem eine Klette von Hund im Gepäck, zurzeit nicht Auto fahren kann, möchte ich eigentlich vermeiden, mich mit Hund an der Leine und schwerer Kamera über der Schulter einhändig in die Stadt zu jonglieren und ergebnislos wieder heimzukehren. Und deswegen bin ich gerade etwas genervt, dass es so unsicher ist, wer wann da ist und mitmacht. Ein Gefühl, das die KuB-Mitarbeiter nur allzugut kennen. Die warten ständig auf Godot. „Hier kannste richtig Zeit verbrennen“, sagte man mir gleich zu Anfang. Und ich war noch so „Och, jo mei, ich setze mein zeitliches Limit und dann geht’s  schon.“ Und nun merke ich, dass das nicht geht. Denn Plakat und Postkarten habe eine Deadline. Und ich hadere, ob ich meine Grenzen überschreiten soll… Eigentlich ist heute gar nicht KuB und so dran… Ich würde ja hinfahren, wenn ich wüsste, wer da ganz sicher ist. Aber so einfach ist es eben nicht.

Christine Brügge

Bild: Kelvin255

Ja genau.  So wie die Püppi auf dem Bild fühle ich mich gerade.

Seit vorgestern werkel ich an Entwürfen für Plakat und Postkarten. Im Moment gebe ich der Version Vorrang, die ein groß aufgezogenes Portrait hat. Und dafür hätte ich gerne eine junge Frau. Also, dachte ich: Mal eben schnell ein Foto machen von einer Teilnehmerin. Ja genau. Püppi.

Petra, erfahre ich von Margareta, ist nur so halb dabei.  Dafür ist ein anderes Mädchen hinzugekommen, bei dem aber nicht sicher ist, ob es heute erscheint. Sie sei, so Margareta, auch immer wieder erstaunt, wer bleibt und wer abspringt. Genau das ist ja eine der ganz großen Schwierigkeiten bei diesem Projekt. Dass die Besetzungsliste bis zur letzten Sekunde variiert. Die hatten schon Hauptakteure, die am Tag des Auftritts sagten: Nö, is nich‘. Was Margareta also an Flexibilität und Durchhaltevermögen leisten muss, ist der helle Wahnsinn.

Wer motiviert eigentlich Margareta immer wieder aufs Neue?

Und wo krieg ich jetzt das  Gesicht her? Hinfahren, gucken, ob da jemand da ist, der passt, oder gleich ein Bild aus dem Archiv nehmen, um einen halben Tag verpulverte Zeit zu vermeiden? Hm, Püppi?

Wobei ich mich in Schutz nehmen muss, da ich seit 1,5 Wochen eine kaputte rechte Hand habe und außerdem habe ich eine Klette von Hund im Gepäck und kann zurzeit nicht Auto fahren und deswegen möchte ich eigentlich vermeiden, mich mit Hund und Kamera einhändig in die Stadt zu begeben und ergebnislos wieder heimzukehren. Und deswegen bin ich gerade etwas genervt, dass das so unsicher ist, wer wann da ist und mitmacht. Ein Gefühl, das die KuB-Mitarbeiter nur allzugut kennen. Die warten ständig auf Godot. „Hier kannste richtig Zeit verbrennen“, sagte man mir gleich zu Anfang. Und ich war noch so „Och, jo mei, ich setze mein zeitliches Limit und das geht schon.“ Und nun merke, dass das nicht geht. Denn Plakat und Postkarten habe eine zeitliche Deadline. Und deswegen möchte ich am liebsten sofort ans geistige Brett pinnen: Wir halten uns alle an –

– vergiss es.

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