4 Fragen an… Regisseurin Margareta Riefenthaler

Wie ist das Theaterprojekt eigentlich entstanden?

Robert Hall hat vor 15 Jahren die Idee geboren, mit den Straßenjugendlichen mehr zu machen, als sie nur zu beraten. Sie in ein Theaterprojekt einzubinden, damit sie durch die Beschäftigung und das Theaterspielen wieder Selbstvertrauen bekommen.

Hat es sich im Laufe der Zeit verändert, entwickelt?

Ja, es hat sich von Jahr zu Jahr entwickelt. Ich lernte über die Arbeit, schwierige Situationen in Positives zu verwandeln. Die Darsteller bestmöglich in Szene zu setzen. Die Dramaturgie zu verbessern und den Schauspielern immer mehr zuzutrauen.

Die Arbeit ist ja nicht gerade einfach. Gab es Momente, in denen Sie gedacht haben: „Jetzt ist Schluss!“ – ?

Nein, das gab es nie. Mich hat die Herausforderung, fast Unmögliches zu tun, gereizt. Es gab jedes Mal neue Komplikationen, so wurde es nie langweilig. Ich konnte durch meine Erfahrungen immer schwierigere Inszenierungen erarbeiten.

Haben Sie über das Projekt auch etwas über sich selbst gelernt?

Sehr viel. Alle Schwierigkeiten, Ängste, Minderwertigkeitskomplexe, Unzulänglichkeiten und vieles mehr, fand ich über die Auseinandersetzung mit den Jugendlichen bei der Erarbeitung der Rollen auch bei mir selbst. Im Laufe der Zeit habe ich gelernt, viele meiner Schwächen zu überwinden. Wenn ich den Jugendlichen Ängste genommen habe, habe ich sie auch gleichzeitig bei mir selbst abgebaut.

Text: Christine Brügge, Foto: Smirki
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