Nervfaktor: hoch sechs

Die letzte Probe war eine umfassende Belästigung für das gute Gefühl.

Nervfaktor 1: „Oops, I did it again.“
Wir haben keinen ‚Achmed‘ mehr, denn Charlie sitzt im Gefängnis, gemeinsam mit Linus, da sie es waren, die Mero überfallen hatten. Sagt man. Hören wir. Von Mero auch keine Spur.

Nervfaktor 2: „Du bist so doof, das merkst du nicht“
Die Geschichte des Superstars scheint erschummelt, erflunkert, erlogen zu sein. Der Sänger scheint gar nicht er zu sein, sondern ein anderer Er, der sehr ähnlich aussieht wie er. Errrr.

Nervfaktor 3: „Ich bin so klein und dumm, didelbumm“
Martin.02 kann sich keine zwei Sätze merken. „Martin.02“ deswegen, da wir einen doppelten Martin haben. Aber Martin.02 klingt herabsetzend, also nenne ich ihn Martini.

Martini hat sich so lahm präsentiert, dass alle Anderen zunehmend nervöser und sogar aggressiv wurden. Erst nölte er: „Ich kann mir aber keine zwei Sätze merken.“ Bestand darauf, dass dem so sei. Also musste Margareta zum soundsovielten Mal umbesetzen. Dann bummelte er behäbig herum. Konnte sich nicht erinnern, eine Schrittfolge mit dem rechten Fuß zu beginnen, sondern musste sie chronisch mit links anfangen. Nicht, dass er währenddessen mit der einen Hand rosa Elefanten hätte jonglieren müssen, mit der anderen ein Teekesselchen polieren und mit der Nase 100 verschiedene Senfsorten erschnüffeln, nein, er sollte einfach nur mit rechts losgehen. Himmel!

Ich weiß nicht, wie er es gemacht hat, ich weiß nur, dass es irgendwie so war, dass Martini Martin infizierte, oder anders herum?, auf jeden Fall daddelten die beiden an Handys (da konnte er sich plötzlich mehr als zwei Tasten merken), sie rannten rein und raus und rein und raus, bis Waltraud, die der unermüdliche „Brauchst du noch ein Kissen für den Rücken?“-Typ ist, einen Klagekrampf erlitt und sich im Minutentakt über „diese Missachtung!“ mokierte. Zu Recht!

Nervfaktor 4: „Meine Bewegungsmuster entspringen dem Zufallsgenerator, aber ich gestehe Anderen nicht das zarteste Umdenken zu.“
Nicht nur, dass Margareta permanent umdisponieren muss, weil manche Kids plötzlich nicht mehr auftauchen, weil „keine Zeit“ oder im Knast, und dass allein diese Komponente sehr viel abverlangt ist, nein, damit nicht genug. Sie muss sich auch noch ständig Beschwerden anhören, dass sie umdisponiert. Hinzu kommt, wie gesagt, die Gesetzmäßigkeit des kreativen Prozesses. Und es ist einfach nicht in die Kiddieköpfe hinein zu bekommen, dass er nun mal so ist, wie er ist.

Nervfaktor 5: „Ein Spendenkonto für Patrick Swayze, bitte“
Martin ist komplett unterfordert. Infiziert von Martini macht er dummes Zeug, aber kaum, dass er ohne ihn ist, treten seine Talente und sein guter Wille zu Tage. Er kann sich auf den Punkt bewegen, hat Kraft, ist gelenkig, hat eine rasche Auffassungsgabe, hat auch Stimme und das gewisse Körpergedächtnis. Tigert wie ein Panther (….) von Wand zu Wand, weil er nicht weiß, wohin mit seiner Energie. Und das macht mich fummelig! Ich kann es kaum ertragen, zu sehen, wie vergeudet seine Ausstattung ist. Möchte aufspringen und rufen: „So gebe dem jungen Mann doch einer die richtige Ausbildung, herrje!“ Sport. Tanz. Irgend etwas in der Art.

Nervfaktor 6: „Isch kannisch proben, isch musch eschen.“
Ja, sie sollen was essen. Ja, sie sollen genügend und Gesundes essen. Aber sie sollen während der Proben nicht dauernd essen!

Und währenddessen fideln und akkordeonen sich Nina und Desiree die Seele aus dem Leib. Was für eine schräge Veranstaltung…

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s