Grenzspiele

Ella, Sandy, Margareta, Waltraud und ich waren heute bei einem Theaterstück der Brennpunkt-Tage in Moabit. Um Smirki und Anton zu besuchen, die daran teilnahmen.
Bei der Gelegenheit zwei Fotos von ihnen, die am letzten Wochenende entstanden sind:

Und die beiden waren toll!

Anton hat das Licht gemacht. Als er geschäftig durch den Raum lief, flüsterte Margareta: „Schau ihn dir an – noch vor zwei Jahren war gar nicht daran zu denken, ihm ein Fitzel an Verantwortung zu übertragen. Und guck, was aus ihm geworden ist.“ Als ich nach der Vorstellung nach hinten ging und ihm gratulierte, stand er neben seinem „Meister“, der genau den selben Eindruck von ihm hat: cooler Typ! Verständig, verlässlich.

Smirki hat mit ihrer Mitspielerin Kiki eine Dreiviertelstunde lang ein Zwei-Personen-Stück gegeben. Mit irrsinnig viel Text, vielen Bildern, Bewegungsabläufen. Dabei ist mir wieder einmal aufgefallen, dass sie ein beneidenswertes Timbre in ihrer voluminösen Stimme hat.
Die beiden Damen ernteten völlig zu Recht begeisterten Applaus für ihre Darbietung. Auch an dieser Stelle noch einmal ein großes Bravo!
Außerdem war es interessant zu sehen, welche Facetten Smirki noch abrufen kann.

Otario, der hier im Blog leider noch nicht erwähnt wurde, weil er erst seit Kurzem dabei ist, hatte dort die Moderation übernommen. Und als er moderierte, nickte Margareta, sagte „Sehr schön. Jetzt weiß ich, wie ich ihn einsetzen kann.“

In dem Stück ging es unter anderem um das System der sozialen Verkettung und Dynamik. Um Grenzen und sich verschiebende Grenzen. Und wer kam darin neben den Figuren einer Obdachlosen, einer Sozialhilfeempfängerin, einem Politiker als Handlanger der Wirtschaft unter anderem vor?
KuB!
Insbesondere Wilma! In ihrer Rolle als Sozialarbeiterin.
Well, that was great surprise.

In einem kurzen Gespräch mit der Regisseurin hatte ich den Eindruck, dass sie einen anderen Arbeitsstil als Margareta hat. Die Jugendlichen mehr mit entwickeln ließ. Ganz zu Anfang der Proben bei KuB hatte ich mal gedacht, dass ich es wahrscheinlich auch freier handhaben würde. Mittlerweile sehe ich den Sinn in Margaretas Vorgehensweise. (Was nichts gegen die andere sein soll. Ich denke, sie sind gleichwertig.)
Margareta lässt auch mit entwickeln, aber in manchen Punkten verlangt sie die genaue Umsetzung festgelegter Elemente. Was den Vorteil hat, dass man lernen kann, warum sie die Dramaturgie so einsetzt, wie sie es tut. So kommt es während der Proben immer wieder zu Gesprächen und der Fokus wird auf das zurück geführt, was aus gutem Grunde funktioniert.

Text und Foto: C. Brügge
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