Frühsommer von oneofus

Hummeln schaukeln über
den Balkon
manche
setzt sich in
auf die Blumen
in der Schale
die ich ihnen hinstellte.

Menschen schauen herauf
mancheiner ruft
doch ich verstehe
ihre Sprache nicht.

Um 4 stehe ich auf
koche Kaffee
schaue der Sonne
beim Aufwachen zu
versuche Ruhe zu finden
dann muss ich los.

Ins Leben. In den Lärm.
In die Einsamkeit
unter vielen
Menschen.

Ich schreie stumm
manchmal Tränen
oft ein vorsichtiges Lächeln
ich falle nicht heraus
aus dem Rahmen der
Gesellschaft heisst.

Ein neuer Versuch
ein Lächeln
ein Brot, Kaffee
ein kurzes Gespräch
keiner sieht mich wirklich.
Alles gut, alles gut …

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das wichtigste von oneofus

sie zögert. aber nur kurz. längst hat eine andere das autokennzeichen innen notiert und mit den schon bekannten abgeglichen. sie kann also nicht in ihre wohnung zurück. es ist winter und kalt. ihre freunde wissen nichts von ihr. deshalb kann sie auch jetzt niemand um hilfe bitten. um erstmal denken zu können und nicht allein zu sein holt sie sich bei mcdoof einen kaffee und setzt sich so hin, dass sie den eingang im blick hat aber selbst nicht gesehen wird. als sie endlich nicht mehr zittert handelt sie. geht ruhig aus dem restaurant, sieht, dass der wagen, der nun ein paar meter vor dem eingang steht, startet. langsam biegt sie um die ecke in eine einbahnstraße. sie rast bis ans ende der straße, biegt wieder ab, rennt so schnell sie kann zur tiefgarage des hauses in dem sie unter fremdem namen wohnt und rennt alle stockwerke nach oben. zitternd schliesst sie auf, schliesst hinter sich die tür zu und schleicht durch die dunkle wohnung erstmal aufs bett. die grossstadt leuchtet bis in ihre wohnung hinauf, und sie kommt ohne licht bestens zurecht. das bad hat kein fenster, also duscht sie erstmal heiss und versucht ruhiger zu werden. sie haben sie nicht gekriegt. das ist das wichtigste. das allerwichtigste. sie haben sie nicht gekriegt.

Vergangenheit von der Allgäuerin

Ich führte ein Leben,
voller Lachen , voller Freude.
Ein Leben voller Liebe und wärme.
Ein Leben in dem ich Lieben konnte.
Doch dies alles ist Vergangenheit.
NUn führe ich ein Leben
voller Trauer, voller Hass
Mein Herz ist kalt.
Kalt wie ein Stein.
Ich kann keine Liebe
mehr fühlen!
Mein Leben ist kalt!
Meine Seele ist Schwarz!
Das Leben dass ich führte,
ist nicht Lebens wert.
Die Kraft zu kämpfen
habe ich verloren!
Desshalb nehme ich das
Messer und setzt es an.
Ich schließe die Augen,
und mit all dem Hass
und der Trauer in mir
berühre ich das nichts!!!

Neuheiten im Mai

Endlich ist der Frühling angekommen und wir begrüßen im Mai mit Lari eine neue Autorin auf „Hörst Du mich?“.

Was ist noch passiert?

Wir haben einen Blog im Geiste, auf den wir an dieser Stelle gerne aufmerksam machen wollen: Mitten am Rand berichtet über das Leben am Rand unserer Gesellschaft.

„Hörst Du mich?“ ist bei Spreeblick in einem Beitrag über oben genannten Blog erwähnt und verlinkt worden.

Und wir arbeiten mit Autor Troll daran, in Kürze hier Audio-Beiträge veröffentlichen zu können!

[UPDATE] Herzlichen Dank an Capp für den Tipp, wie Audio-Dateien eingebunden werden können. Damit sind wir unserem Ziel ein Stückchen näher gerückt, den Blog auch für die Ohren zu öffnen :-).

Soweit das Neuste in Kürze! Wir wünschen uns noch viele mutige AutorInnen, die ihren Geschichten, ihren Gefühlen und Gedanken hier „freien Lauf“ lassen und „Hörst Du mich?“ mit Leben füllen!

Sabine